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Die Arbeitsweise

1) Beziehungsaufbau zum Klienten und Stabilisierung der vorhandenen Ressourcen

2) Verarbeitung des traumatisierenden Ereignisses

- Imagination von Ressourcenbildern
- Atem- und Entspannungsübungen
- Screening (Bildschirmtechnik) mit neuronaler Stimulation
- EMDR
- Überprüfung der Symptomreduktion und der erneuerten Grundsicherheit

3) Einordnen in die Lebensgeschichte und Aussöhnung

Die folgende Beschreibung des Vorgehens ist modellhaft: Je nach KlientIn, je nach Ereignis gibt es selbstverständlich unterschiedliche und individuelle Zugänge:

In einer ersten Phase stehen die vorhandenen Kräfte und Ressourcen im Zentrum. Die Wahrnehmung des Körpers und der Sinne wird gestärkt. Sie dient dazu, die psychische Stabilität zu fördern. Die Mittel sind einfach, schonend und wirksam zugleich:
- Entspannung fördernde Übungen mit oder ohne Atemtechniken
- optische, taktile oder akustische Impulse, welche die Hirnhälften stimulieren und besser vernetzen
- Imagination von positiven Situationen oder Erlebnissen, die das Wohlbefinden stärken.
 

In der zweiten Phase richtet sich die Aufmerksamkeit intensiv, aber behutsam auf das belastende Ereignis. Das wichtigste Instrument hierbei ist das "Screening": Der Vorfall, etwa ein Autounfall, wird nochmals wie ein Film abgespielt. Die Klientin, der Klient erlebt dies durch eine schützende Distanzierung - als Beobachter eines vergangenen Ereignisses. Bruchstückhafte Erinnerungen werden ergänzt, sie sind "fassbarer" und weniger bedrohlich. Schockartig eingefrorene Körperimpulse, die zu chronischen Schmerzen und Stress führen, werden fokussiert und aufgelöst - zum Beispiel Nackenschmerzen.  

Zentral sind in dieser Phase die blockierten Sinneswahrnehmungen. Die behutsame Balance von Dissoziation und Assoziation ermöglicht ein Öffnen der Sinneskanäle, bzw. eine Verflüssigung der erstarrten Sinnesimpulse. Mit anderen Worten: Durch das bewusste Reaktivieren von Gerüchen, Geräuschen oder anderen Sinnes- und Körperimpulsen, die während des Ereignisses fragmentiert wurden, kann eine verstörende Erfahrung ihre belastende Wirkung verlieren und ins Leben integriert werden.

Wenn dabei tiefer liegende neurophysiologisch blockierte Stress-Anteile erreicht werden - Schmerzen, Konzentrationsstörungen oder vegetative Symptome - klingen diese allmählich ab. Bei wenig chronifizierten Ereignissen lösen sich die Symptome manchmal rasch auf.
Wichtig: Die "Überflutung" der Sinne, die mit dem Screening herbeigeführt wird, ist klar begrenzt und kontrolliert. So kann keine Retraumatisierung stattfinden.

Meist ist es hilfreich, die Stabilität durch weitere Ressourcenbilder zu vertiefen. Zur Stärkung des Gefühls der Grundsicherheit wird eine neuer, unbelasteter  "Film" imaginiert, beispielsweise für zukünftige Autofahrten.

In der letzten Phase geht es darum, das Erlebte in die persönliche Lebensgeschichte einzuordnen. Denn zu einer Traumaerfahrung kommt oft das Gefühl von erlittenem Unrecht: Warum musste das geschehen? Warum ist das ausgerechnet mir passiert? Die "Aussöhnung" hilft, mit diesen Fragen umzugehen und das Vertrauen ins Leben zu erneuern.